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Package at.chipkarte.client.dbas.soap

Interface und Klassen des Dokumentationsblattannahme-Service (DBAS).

See: Description

Package at.chipkarte.client.dbas.soap Description

Interface und Klassen des Dokumentationsblattannahme-Service (DBAS). Enthält den SOAP-Endpoint IDbasService sowie die dazu notwendigen Klassen.

Inhalt der DBAS Package-Beschreibung:


Allgemein

Vertragspartner haben die Möglichkeit zu durchgeführten Vorsorge- bzw. DMP-Untersuchungen (Disease Management Programm) Dokumentations-/Befundblätter elektronisch an die auswertenden Stellen zu übermitteln.

Rechte

Für die Funktionen des DBAS benötigt der Vertragspartner für die Durchführung das Recht DBAS.CORE.

Wird eine Funktion, welche dieses Recht benötigt, ohne das entsprechende Recht aufgerufen, erhält man die Exception AccessException.MISSING_DBAS_CORE.

Für die Übermittlung eines Befundblattes für eine Koloskopie im Rahmen des Qualitätszertifikats wird das Recht DBAS.QZK benötigt.
Wird die Übermittlungsfunktion ohne das Recht aufgerufen, erhält man die Exception AccessException.MISSING_DBAS_QZK.

Mittels der Funktion getBerechtigungen() aus dem BASE Service ist es möglich, die Rechte des Vertragspartners abzufragen.

Welches Recht für welche Funktion benötigt wird, ist zusätzlich den Funktionsbeschreibungen der JavaDoc zu entnehmen (jeweils in den Vorbedingungen).

Dynamische Ermittlung von Parameterwerten des e-card-Regelwerks

Für das Service relevante Parameterwerte des e-card-Regelwerks müssen dynamisch mit den angebotenen Methoden ermittelt werden:



KVTs ermitteln   FDAS-Methode: getSVTs()
Fachgebiete ermitteln   FDAS-Methode: getFachgebiete()

Online-/Offline-Status

Ob eine Verbindung für ein bestimmtes Service zum e-card System besteht, sollte im Normalbetrieb NICHT abgefragt werden! Die Abfrage sollte nur durchgeführt werden um festzustellen, ab wann das Service wieder online ist, sofern zuvor Verbindungsprobleme aufgetreten sind.

Die empfohlene Frequenz für die Abfragen liegt in diesem Fall bei > 1 Minute.

Die Abfrage ist über eine REST-Schnittstelle durchzuführen:
GET https://services.ecard.sozialversicherung.at/<service-name>/<versionsnummer>/status (PROD-Instanz) bzw. GET https://services-a.ecard-test.sozialversicherung.at/<service-name>/<versionsnummer>/status (VPSWH-Instanz)

Ist der Server erreichbar, wird die Response HTTP 200 retourniert. Im Offline-Fall wird keine Response retourniert.

SV-Nummer vs. e-card CardToken

Bei den DBAS Funktionen unterscheidet man folgende unterschiedliche Eingabevarianten zur Identifikation des Patienten:
  • SV-Nummer und/oder e-card CardToken

Der e-card CardToken (SV-Signaturtoken mit e-card) kann mittels REST-Schnittstelle vom GINO Kartenleser angefordert werden.
Die Dokumentation des REST-Service zur Kommunikation mit dem Kartenleser ist zu finden unter: Swagger Doku Kartenleser.

Bei der Anmeldung des Patienten kann in Abhängigkeit davon, ob eine e-card vorhanden ist, ein e-card CardToken (SV-Signaturtoken mit e-card) oder ein o-card CardToken (SV-Signaturtoken mit Admin-Karte) ausgestellt werden.
Der CardToken kann je nach Service für eine bestimmte Dauer nach Ausstellung genutzt werden. In der Regel ist ein ausgestellter CardToken für 10 Stunden verwendbar.
Welcher CardToken vom jeweiligen Service unterstützt wird, ist bei den Services selbst definiert.

In DBAS wird nur der e-card CardToken unterstützt!

Für die Angabe innerhalb der Funktionen gilt:

SV-Nummer und/oder e-card CardToken

Darunter fallen folgende DBAS Funktionen:
  • searchKonsultationData()
  • searchDmpData()
  • createDatenblattAllgemeinesProgramm()
  • createDatenblattPapAbstrich()
  • createDatenblattKoloskopie()
  • createDatenblattQZKoloskopie()
  • createDatenblattDmpDm2()
Der SV-Patient kann mittels SV-Nummer oder mittels e-card CardToken angegeben werden. Werden beide Parameter angegeben, muss die SV-Nummer zum Patienten gehören, dessen e-card zur Ausstellung des e-card CardTokens verwendet wurde.

Prinzipielle Erklärungen und Ablauf für die Verwendung des DBAS

Man unterscheidet zwischen folgenden verschiedenen Dokumentations-/Befundblättern:
  • Allgemeines Befundblatt der Vorsorgeuntersuchung (VU)
  • Dokumentationsblatt PAP-Abstrich
  • Befundblatt Koloskopie
  • Befundblatt Koloskopie im Rahmen des Qualitätszertifikats
  • Dokumentationsbogen Therapie Aktiv DM2
Zum einfacheren Verständnis wird der Begriff Datenblatt verwendet, auch wenn es sich um ein Befundblatt, ein Dokumentationsblatt oder einen Dokumentationsbogen handelt.

Datenblatt-Gruppen:

Die einzelnen Datenblätter lassen sich zusätzlich noch in drei Gruppen unterteilen:

Datenblätter mit KSE-Abhängigkeit

Datenblatt KSE-Abhängigkeit
Allgemeine Vorsorgeuntersuchung  Erfasste Konsultation(en) mit Behandlungsfall "VN" durch den Vertragspartner
PAP-Abstrich Erfasste Konsultation(en) mit Behandlungsfall "VP" durch den Vertragspartner
bzw. erfasste Konsultation(en) mit Behandlungsfall "VG" durch den Vertragspartner

Hinweis:
Bei jedem Krankenversicherungsträger ist für das PAP-Datenblatt eine Konsultation mit Behandlungsfall "VP" zulässig. Je nach Krankenversicherungsträger kann jedoch auch eine Konsultation mit Behandlungsfall "VG" erlaubt sein. Beim Abruf der Fachdaten (siehe Fachdaten - Konsultationen abfragen) wird dieser Umstand berücksichtig und alle zulässigen Konsultationen für den Patienten und den Vertragspartner retourniert.
Koloskopie Erfasste Konsultation(en) mit Behandlungsfall "VK" durch den Vertragspartner

Hinweis:
Bei einer Vorsorgeuntersuchung-Koloskopie muss der Parameter patientenzustimmung zwingend angegeben werden.
Bedeutung des Parameters: Der Patient muss sich bei der VU-Koloskopie entscheiden, ob er seine Zustimmung zur Übermittlung von personenbezogenen Daten aus der Krankengeschichte zum Zweck der Qualitätsüberprüfung der durchgeführten Untersuchung an die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) zustimmt. Hierfür wird von der ÖGGH eine Zustimmungserklärung zur Verfügung gestellt (siehe hierzu auch die Homepage der ÖGGH www.oeggh.at bzw. die Seite www.vorsorgekoloskopie.at).
Wird diese vom Patienten unterzeichnet, ist der Parameter Patientenzustimmung mit "Ja" anzugeben, anderenfalls mit "Nein". Dieser Parameter darf nicht automatisch gesetzt werden, sondern ist manuell durch den Vertragspartner in Abhängigkeit der Patientenentscheidung anzugeben.

Ein Vertragspartner kann nur Datenblätter übermitteln, zu denen er auch die jeweilige Konsultation erfassen kann.
Beispiel: Ein Facharzt für Chirurgie erfasst eine Konsultation mit dem Behandlungsfall "VK". Somit kann er auch das Datenblatt Koloskopie übermitteln. Der Vertragspartner kann jedoch keine Konsultation mit Behandlungsfall "VP" erfassen; hierfür benötigt er ein anderes Fachgebiet. Eine Übermittlung eines Datenblattes für den PAP-Abstrich ist daher nicht möglich (siehe hierzu Fachdaten - Konsultationen abfragen).

Weitere Informationen zur Erfassung von Konsultationen mittels des KSE Service entnehmen Sie bitte der Package-Beschreibung des KSE Service.


Datenblätter mit bedingter KSE-Abhängigkeit

Datenblatt bedingte KSE-Abhängigkeit
Koloskopie im Rahmen des Qualitätszertifikats Erfasste Konsultation(en) mit Behandlungsfall "VK" durch den Vertragspartner

Hinweis:
Die Angabe des Parameters patientenzustimmung ist im Falle einer Qualitätszertifikats-Koloskopie (QZ-Koloskopie) nicht zulässig. Die Dokumentation einer QZ-Koloskopie ist generell nur dann zu erfassen, wenn eine unterschriebene Zustimmungserklärung des Patienten zur Übermittlung von personenbezogenen Daten aus der Krankengeschichte zum Zweck der Qualitätsüberprüfung der durchgeführten Untersuchung an die ÖGGH vorliegt. Liegt keine Zustimmung vor, ist keine Dokumentation über das e-card System zu erfassen.

Ein Vertragspartner kann ein Datenblatt der QZ-Koloskopie auch ohne passender "VK"-Konsultation erfassen. Es wird allerdings trotzdem geprüft, ob eine passende "VK"-Konsultation vorhanden ist. Ist dies der Fall, wird die Fehlermeldung DbasException.MATCHING_KONSULTATION_FOUND retourniert. In diesem Fall muss entschieden werden, ob trotzdem eine QZ-Koloskopie übermittelt werden soll (mittels gesetztem Parameter forcedQZ gleich true in den Eingangsdaten) oder ein Umstieg auf das Datenblatt Koloskopie mit der gefundenen "VK"-Konsultation durchgeführt werden soll. Die Entscheidung bzgl. dem Setzen des Parameters "forcedQZ kann bereits nach Abfrage der Konsultationsfachdaten erfolgen (siehe hierzu Fachdaten - Konsultationen abfragen).


Datenblätter mit DMP-Abhängigkeit

Datenblatt DMP-Abhängigkeit
Therapie Aktiv DM2  Betreuungsverhältnis zwischen Vertragspartner und Patient für das DM-Programm "Diabetes mellitus Typ 2" zum Zeitpunkt der Untersuchung (Untersuchungsdatum)

Hinweis: Für die Programme Demenz (DEM) und Postmyokardinfarkt (PMI) sind keine Datenblattübermittlungen möglich.

Ein Vertragspartner kann daher nur dann ein Datenblatt für das jeweilige Disease Management übermitteln, wenn der Vertragspartner ein DMP-Arzt für das jeweilige Programm ist und für den Zeitpunkt der Untersuchung (Untersuchungsdatum im jeweiligem Datenblatt, max. drei Jahre in die Vergangenheit) ein passendes Betreuungsverhältnis vorliegt (siehe hierzu Fachdaten - DMP-Daten abfragen).

Beispielhafte Abläufe zur Verwendung des DBAS

Die folgenden Abläufe sollen darstellen, wie das DBAS verwendet werden kann und bieten einen Anhaltspunkt für eine mögliche Implementierung in die Vertragspartnersoftware.

Es werden dabei als Beispiel folgende Abläufe durchgeführt:

Ablauf 1: Ein Vertragspartner übermittelt ein Dokumentationsblatt mit KSE-Abhängigkeit

DBAS Ablauf - mit KSE-Abhängigkeit



Ablauf 2: Ein Vertragspartner übermittelt ein Dokumentationsblatt mit DMP-Abhängigkeit

DBAS Ablauf - mit DMP-Abhängigkeit


Bei Ablaufschritten vom Typ "Vertragspartner (Verwendung des DBAS)" können durch formal fehlerhafte Eingaben Fehler auftreten. Der Vertragspartner kann in diesem Fall die Eingangsdaten prüfen und die Anfrage nochmals über das DBAS durchführen.

Druckaufbereitung

Für folgende Datenbllätter steht eine Druckaufbereitung zur Verfügung:
  • Allgemeine Vorsorgeuntersuchung
  • Therapie Aktiv DM2
Für diese Datenblätter wird nach Übermittlung der Daten - zusätzlich zur Quittung - die Druckaufbereitung als PDF retourniert. Das PDF wird als MTOM Attachment retourniert. Für generelle Informationen hinsichtlich dem Attachmenthandling (SOAP-Attachment mittels MTOM) siehe Abschnitt "Attachments" in Overview .

Für alle weiteren Datenblätter innerhalb des DBAS wird keine Funktionalität zur Druckaufbereitung zur Verfügung gestellt. Eine eventuell gewünschte Aufbereitung (Ausdrucken der Datenblätter zur Aushändigung an den Patienten bzw. Archivierung beim Vertragspartner) muss von der Vertragspartnersoftware selbst vorgenommen werden. Als Unterstützung finden Sie hierzu für jeden Datenblatttyp ohne PDF-Druckaufbereitung durch das e-card System eine Beispieldruckansicht im HTML-Format.

Wichtig:

Für Datenblätter mit Druckaufbereitung im e-card System: Wird vom e-card System eine Druckaufbereitung retourniert, ist dieses zu verwenden.

Für Datenblätter ohne Druckaufbereitung im e-card System: Die verfügabren Druckansichten im HTML-Format (s.o.) für Datenblätter OHNE Druckaufbereitung im e-card System sind nicht als Formatvorgabe zu betrachten, sondern dienen als Beispiel für die vorhandenen Datenfelder und Gruppierungsmöglichkeiten. Die Druckansicht der Vertragspartnersoftware muss nicht dieselbe Optik verwenden. Es muss jedoch garantiert werden, dass die fachlich relevanten medizinischen Felder/Daten in der Druckansicht wiederzufinden sind.

Fehlermeldungen

Zur Vereinfachung des Fehlerhandlings auf Seiten der Vertragspartnersoftware sind im DBAS die Fehlermeldungen der Validierung, die einem Parameter zugeordnet werden können, nach folgendem Schema gestaltet und benannt worden: Sie setzen sich jeweils aus der parameterID (Parameter, der den Fehler verursacht hat) sowie einer Nummer, die die Fehlerursache charakterisiert, zusammen. Die Zuordnung zur parameterID finden sich bei den jeweiligen Parameterbeschreibungen.

Fehlerursachen und dazugehörige Nummern:

Fehlerursache Nummer
Pflichtfeld 1
2
Formatfehler (Bsp.: Nur numerische Zeichen erlaubt) 3
Wertebereichfehler (Bsp.: Wertebereich 0-99 oder ungültige Konstante) 4
Zusätzliche Bedingungen (Bsp.: Parameter darf nicht befüllt werden, wenn Patient ein gewisses Alter nicht erreicht hat) 5
6
7
8
Verknüpfte Bedingungen (Bsp.: Es muss entweder der eine oder der andere Parameter angegeben werden) 0

Array-Behandlung

Wenn Eingabefelder Arrays sind, wird stets geprüft, ob diese
  • keine Werte enthalten, die "null" sind und
  • keine zwei identischen Werte enthalten
Sind diese Bedingungen verletzt, wird ein Wert-Fehler ausgegeben (Endziffer 4, Fehlertext: "Der Wert in 'Datenfeld' ist nicht zulässig."). Die Fehlermeldung für fehlende Pflichtfelder (Endziffer 1) kommt in diesem Fall nur, wenn das Array insgesamt "null" ist.

Funktionalität des DBAS

Die Integration des DBAS in die Vertragspartnersoftware ist optional. Wird das DBAS integriert, müssen alle DBAS-Funktionalitäten implementiert werden:

Fachdaten abfragen:
  • Abfrage der Konsultationen, an die das jeweilige Datenblatt gebunden werden kann
  • Abfrage der DMP-Einschreibung für das jeweilige Datenblatt
Datenblatt übermitteln:
Empfangsbestätigungen abfragen:
  • Suche und Abfrage der Empfangsbestätigungen

Wichtiger Hinweis bzgl. der unterstützten Datenblattversionen:

Datenblattversionen in DBAS sind an die jeweilige DBAS SS12-Version gebunden. Kommt es bei einem Releasewechsel mit Versionshebung von DBAS auch zu einer neuen Datenblattversion, kann mit der vorherigen DBAS-Version weiterhin nur die alte Datenblattversion übertragen werden. Analog dazu mit der neuen DBAS SS12-Version kann nur die neue Datenblattversion übertragen werden.

Mit der aktuellen DBAS SS12-Version sind folgende Datenblattversionen übermittelbar:

Datenblatt Datenblattversion
Allgemeines Befundblatt der VU 4.0
Dokumentationsblatt PAP-Abstrich 3.0
Befundblatt Koloskopie 4.0
Befundblatt QZ-Koloskopie
(entspricht der Version von Befundblatt Koloskopie)
4.0
Dokumentationsbogen Therapie Aktiv DM2 v05



Fachdaten abfragen

Wie bereits in Kapitel "Prinzipielle Erklärungen und Ablauf für die Verwendung des Dokumentationsblattannahme-Service erwähnt, besitzen die verschiedenen Datenblatttypen Abhängigkeiten (zu einer im Konsultationssystem erfassten Konsultation oder zu einer DMP-Einschreibung bzw. eine bedingte Abhängigkeit wie im Falle der QZ-Koloskopie).
Nur wenn die bestimmte Abhängigkeit erfüllt ist, kann auch tatsächlich das entsprechende Datenblatt übermittelt werden.
Mittels der Fachdatenabfragen "Konsultationen abfragen" bzw. "DMP-Daten abfragen" besteht die Möglichkeit zu prüfen, ob die Abhängigkeit (Vorbedingung) für den bestimmten Patienten und das Datenblatt erfüllt ist.

Fachdaten - Konsultationen abfragen:

Die Funktion searchKonsultationData() ermittelt in Abhängigkeit des gewählten Datenblatttyps alle Konsultationen, die für eine Zuordnung zu dem entsprechenden Datenblatt zur Verfügung stehen.
Hinweis: Es werden nur Konsultationen gefunden, die mit derselben TätigkeitsbereichID (beim Dialogaufbau angegeben) erstellt wurden, die im aktuell verwendeten Dialog gesetzt wurde.



Beispiel: Datenblatttyp = "KOL" für Datenblatt Koloskopie. Es werden alle Konsultationen mit dem Behandlungsfall "VK" ermittelt, die durch den ausführenden Vertragspartner für den Patienten erstellt wurden.

Beispiel: Datenblatttyp = "PAP" für Datenblatt PAP-Abstrich. Es werden alle Konsultationen mit dem Behandlungsfall "VP" bzw. bestimmte Konsultationen mit dem Behandlungsfall "VG" ermittelt, die durch den ausführenden Vertragspartner für den Patienten erstellt wurden. Im letzten Fall werden nur Kosultationen gefunden, bei denen der eingetragene verrechnungszuständige Krankenversicherungsträger den Behandlungsfall "VG" für das Datenblatt PAP-Abstrich als gültig angegeben hat.

Beispiel: Datenblatttyp = "QZK" für Datenblatt QZ-Koloskopie. Es werden alle Konsultationen mit dem Behandlungsfall "VK" ermittelt, die durch den ausführenden Vertragspartner für den Patienten erstellt wurden. Wird keine passende Konsultation gefunden, so kann das Datenblatt QZK ohne Setzen des Parameters forcedQZ übermittelt werden. Wird eine Konsultation retourniert, muss der Vertragspartner entscheiden, ob ein Datenblatt QZK oder ein Datenblatt KOL übermittelt werden soll. In Abhängigkeit der getroffenen Entscheidung ist die eine oder die andere Übermittlungsfunktion zu verwenden.

Für Datenblätter mit KSE-Abhängigkeit gilt: Ein Datenblatt kann nur übermittelt werden, wenn eine passende Konsultation gefunden wird.

Für Datenblätter mit bedingter KSE-Abhängigkeit gilt: Ein Blatt kann auch dann übermittelt werden, wenn keine passende Konsultation gefunden wird.
Szenario 5  -  Konsultationen abfragen:
DBAS- Konsultationen abfragen


Fachdaten - DMP-Daten abfragen:

Die Funktion searchDmpData() ermittelt, ob es zwischen dem Vertragspartner und dem Patienten für das bestimmte Disease Management Programm gültige Betreuungsverhältnisse gibt bzw. gegeben hat. D.h. es werden alle Einschreibungen (Betreuungsverhältnisse) zwischen dem Vertragspartner und dem Patienten zum ausgewählten DM-Programm innerhalb der letzten drei Jahre berücksichtigt. Es muss hierfür kein aktuell gültiges Betreuungsverhältnis vorliegen.
Wird ein Rückgabeobjekt geliefert, wurde der Patient durch den Vertragspartner zumindest einmal für das entsprechende Disease Management Programm eingeschrieben und der Vertragspartner kann das Datenblatt dafür übermitteln, sofern das Untersuchungsdatum im Zeitraum der (gewählten) Betreuung liegt (siehe auch Übermittlung von Datenblättern mit DMP-Abhängigkeit).

Hinweis:

Das zurückgelieferte Objekt enthält alle gefundenen Betreuungsverhältnisse, die innerhalb der letzten drei Jahre gültig waren. Jedes gefundene Bereuungsverhältnis wird als Betreuungsobjekt mit folgenden Daten im dmpData-Objekt zurückgeliefert:

BvId eindeutige ID der Betreuung; muss im Datenblatt angegeben werden
Ausschreibedatum  Datum der Ausschreibung aus dem Programm; nur versorgt, wenn es sich um eine bereits beendete Betreuung handelt
Antragsdatum Datum des Betreuungsantrages (ist meistens gleich dem Datum der Einschreibung); Datum des frühesten Untersuchungsdatums
Fachgebiet-Code Fachgebiet der Betreuung
SVT-Code Krankenversicherungsträger der Betreuung

Wird kein Rückgabeobjekt geliefert, ist dem e-card System keine Einschreibung des Patienten zum Vertragspartner und dem Programm bekannt bzw. liegt die Ausschreibung aus dem Programm länger als drei Jahre in der Vergangenheit. In diesem Fall kann das Datenblatt nicht übermittelt werden und wird eine entsprechende Exception geliefert.

Hinweis bezüglich DMP-Einschreibungen:

Die Entscheidung der DMP-Administration über Annahme oder Ablehnung der Einschreibung kann längere Zeit in Anspruch nehmen, da vor der endgültigen Aufnahme des Patienten in das DM-Programm ein Briefwechsel zwischen Patient und DMP-Administration stattfindet, welcher mit der Unterschrift des Patienten (Zustimmung zur Aufnahme) endet. Erst nach dieser Bestätigung erfolgt die Rückmeldung der DMP-Administration an das e-card System über die Aufnahme (gemeldete Einschreibung). D.h. erst ab diesem Zeitpunkt ist die Einschreibung im System bekannt. Die gemeldete Einschreibung enthält dabei das Antragsdatum (von der DMP-Administration gemeldet). Das bedeutet, die Betreuung ist zwar unter Umständen erst ab einem gewissen Zeitraum im System bekannt, das Datum des ersten möglichen Untersuchungsdatums liegt jedoch unter Umständen davor.

Szenario 5  -  DMP-Daten abfragen:
DBAS - DMP Daten abrufen


Datenblatt übermitteln

Es gibt folgende Funktionen zur Übermittlung:
Mit diesen Funktionen hat der Vertragspartner die Möglichkeit, das befüllte Datenblatt an das e-card System zu übermitteln. Dabei wird das Datenblatt auf Vollständigkeit geprüft, verschlüsselt und an die jeweils zuständige Stelle weitergeleitet.

Konnte die Funktion erfolgreich durchgeführt werden, wird in Abhängigkeit des übermittelten Datenblattes wie folgt reagiert:
  • Datenblatt AMP (Allgemeines Programm/VU), DM2: Es wird in der Response das Objekt createDatenblattErgebnis retourniert. Dieses beinhaltet einerseits die Quittung, sowie die druckaufbereitung als MTOM Attachment.

  • Datenblatt KOL, PAP: Es wird in der Response die Quittung retourniert.
Die retournierten Daten sind von der Vertragspartnersoftware entsprechend zu verwalten.

Hinweis zur Angabe des manuellen Geburtsdatums in den Datenblättern:

Wird beim Abruf der jeweiligen Fachdaten kein Geburtsdatum des Patienten retourniert, ist das Geburtsdatum manuell vom Vertragspartner zu erfassen; d.h. das Feld Geburtsdatum in den jeweiligen Datenblättern ist ein bedingtes Feld, das angegeben werden muss, wenn keines vom e-card System zurückgeliefert wird.
Ist kein Geburtsdatum im e-card System bekannt und wird auch keines manuell angegeben, wird eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben.
Zur Vereinfachung ist es auch möglich, das Geburtsdatum im Request immer anzugeben (z.B. direkt aus der internen Patientenverwaltung). Es ist jedoch darauf zu achten, dass im Falle einer Rückmeldung eines Geburtsdatums in den Fachdaten das rückgemeldete und das mittels Request im Datenblattobjekt versorgte Geburtsdatum ident sein müssen. Ist dies nicht der Fall, wird eine entsprechende Fehlermeldung zurückgegeben.

Datenblatt mit KSE-Abhängigkeit übermitteln:

Um ein Datenblatt für eine Vorsorgeuntersuchung zu übermitteln, muss eine passende Konsultation dazu existieren. Für die Abfrage der Konsultationen siehe Fachdaten - Konsultationen abfragen.
Nur wenn eine Konsultation vorhanden ist, kann das entsprechende Datenblatt übermittelt werden. Wird mehr als eine passende Konsultation gefunden, muss der Vertragspartner eine Konsultation auswählen, an die das Datenblatt gebunden werden soll.

Die ID der ausgewählten Konsultation des Patienten ist im jeweiligen Datenblatt-Objekt anzugeben.

Wichtig:

Siehe Hinweis bzgl. der unterstützten Datenblattversionen für die unterstützten Datenblattversionen der aktuellen SS12-Version des DBAS.

Siehe Hinweis zur Angabe des manuellen Geburtsdatums in den Datenblättern für die Vorgehensweise, wenn für den Patienten kein Geburtsdatum retourniert wird.
Szenario 5  -  Übermittlung eines Datenblattes mit KSE-Abhängigkeit ohne Retournierung der Druckaufbereitung:
DBAS - KSE Datenblatt ohne Druckaufbereitung
Szenario 5  -  Übermittlung des AMP/VU Datenblattes (mit KSE-Abhängigkeit und Retournierung der Druckaufbereitung):
DBAS - KSE Datenblatt AMP mit Druckaufbereitung


Optional für den Vertragspartnersoftware-Hersteller:

Zusätzlich zu bereits bestehenden Abhängigkeiten der Attribute in den Datenblatt-Objekten (Muss-Felder und bedingte Muss-Felder) sind einige Attribute an die Parameter der ausgewählten Konsultation, der Patientendaten und der Ordinationsdaten des Vertragspartners gekoppelt.

Es gelten folgende Abhängigkeiten:
  • Alter des Patienten zum Zeitpunkt der Behandlung
    • Behandlungsdatum aus Objekt konsultationInfo
    • Geburtsdatum aus Objekt patientInfo
  • Geschlecht des Patienten
    • Geschlechtscode aus Objekt patientInfo
  • Bundesland, in der die Ordination des Vertragspartners liegt
    • Bundeslandcode aus Objekt ordination (siehe Dialogaufbau)
Diese Faktoren können bewirken, dass ein Eingabefeld
  • befüllt werden muss (Muss-Feld),
  • befüllt werden kann (Kann-Feld),
  • nicht befüllt werden darf.
Die besonderen Bedingungen zur Befüllung eines Feldes sind in den jeweiligen Objekt-Definitionen zu finden. Mit Hilfe dieser Bedingungen kann die Vertragspartnersoftware die benötigten Eingabeparameter für die Eingabe durch den Vertragspartner aufbereiten.

Datenblatt mit bedingter KSE-Abhängigkeit übermitteln:

Zur Übermittlung eines Datenblattes mit bedingter KSE-Abhängigkeit ist keine passende Konsultation notwendig. Existiert jedoch eine passende Konsultation, muss der Vertragspartner entscheiden, ob er ein Datenblatt ohne oder mit Konsultationsbindung übermitteln will.

Aktuell fällt in die Kategorie der Datenblätter mit bedingter KSE-Abhängigkeit nur das Datenblatt der QZ-Koloskopie. Wird bei der Fachdatenabfrage oder direkt bei der Übermittlung eine mögliche Konsultation gefunden, kann in weiterer Folge zwischen den Funktionen zur Übermittlung des Datenblattes Koloskopie oder QZ-Koloskopie gewählt werden.
Das Datenblatt Koloskopie und das Datenblatt QZ-Koloskopie sind von den fachlichen Parametern ident. Um einen Umstieg zwischen den beiden Übermittlungsfunktionen einfach zu halten, arbeiten beide Funktionen mit dem Objekt datenblattKoloskopie.

Dabei ist zu beachten:

Der Parameter konsultationsId ist im Objekt datanblattKoloskopie ein Muss-Feld und somit auch im Falle einer QZK zu versorgen. Da die QZK keine Konsultationsbindung besitzt, wird dieser Wert bei der weiteren Verarbeitung ignoriert. Es wird empfohlen, in diesem Fall die konsultationsId mit dem Wert "0" zu übermitteln.
Der Parameter Patientenzustimmung ist bei Erfassung einer VU-Koloskopie mittels createDatenblattKoloskopie() ein Muss-Feld, darf jedoch bei Erfassung einer QZ-Koloskopie mittels creatDatenblattQZKoloskopie() nicht angegeben werden. Wird der Parameter trotzdem angegeben, wird die Fehlermeldung DbasInvalidParameterException.KOL_PATIENTENZUSTIMMUNG_FORBIDDEN retourniert.
Aufgetretene fachliche Fehler der QZ-Koloskopie sind (aufgrund der identen Prüfungen der fachlichen Parameter) vom Typ "KOL", z.B. DbasInvalidParameterException.KOL_SEDIERUNG_ANALGESIE_REQUIRED.
Szenario 5  -  Übermittlung eines Datenblattes mit bedingter KSE-Abhängigkeit:
DBAS - Datenblatt ohne KSE

Datenblatt mit DMP-Abhängigkeit übermitteln:

Um ein Datenblatt für eine DMP-Untersuchung zu übermitteln, muss der Patient beim Vertragspartner für das entsprechende DMP eingeschrieben (gewesen) und diese Einschreibung auch im e-card System bekannt sein.

Mittels der Funktion searchDmpData() sind die möglichen Betreuungen für das Datenblatt abzufragen.
Das Untersuchungsdatum im Datenblatt muss zwischen den Datumswerten "Antragsdatum" und "Ausschreibedatum" eines der zurückgelieferten Betreuungen, sowie maximal drei Jahre in der Vergangenheit liegen. Die bvId (eindeutige ID der Betreuung), bei der das Untersuchungsdatum innerhalb des Betreuungszeitraumes liegt, ist im Datenblatt anzugeben.

Es muss nicht zwingend zum Tag der Übermittlung eine aufrechte Einschreibung bestehen.

Wichtig:

Siehe Hinweis bzgl. der unterstützten Datenblattversionen für die unterstützten Datenblattversionen der aktuellen SS12-Version des DBAS.


Siehe Hinweis zur Angabe des manuellen Geburtsdatums in den Datenblättern für die Vorgehensweise, wenn für den Patienten kein Geburtsdatum retourniert wird.
Szenario 5  -  Übermittlung des DM2 Datenblattes (mit DMP-Abhängigkeit und mit Druckaufbereitung):
DBAS - DMP DM2 Datenblatt

Optional für den Vertragspartnersoftware-Hersteller:

Zusätzlich zu bereits bestehenden Abhängigkeiten der Attribute in den Datenblatt-Objekten (Muss-Felder und bedingte Muss-Felder) sind einige Attribute an die Parameter der Patientendaten gekoppelt.

Es gelten folgende Abhängigkeiten:
  • Geschlecht des Patienten
    • Geschlechtscode aus Objekt patientInfo
Diese Faktoren können bewirken, dass ein Eingabefeld
  • befüllt werden muss (Muss-Feld),
  • nicht befüllt werden darf.
Die besonderen Bedingungen sind in den jeweiligen Objekt-Definitionen zu finden.
Mit Hilfe dieser Bedingungen kann die Vertragspartnersoftware die benötigten Eingabeparameter für die Eingabe durch den Vertragspartner aufbereiten.

Empfangsbestätigungen abfragen

Mit der Funktion searchQuittungen() hat der Vertragspartner die Möglichkeit, seine erhaltenen Empfangsbestätigungen mit Hilfe von Selektionskriterien für den Zeitraum der letzten sechs Monate abzufragen.
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