Die Integration des DBAS in die Vertragspartnersoftware ist optional. Wird das DBAS integriert, müssen alle
DBAS-Funktionalitäten implementiert werden:
Datenblattversionen in DBAS sind an die jeweilige DBAS SS12-Version gebunden. Kommt es bei einem Releasewechsel mit
Versionshebung von DBAS auch zu einer neuen Datenblattversion, kann mit der
vorherigen DBAS-Version weiterhin nur die alte Datenblattversion übertragen werden. Analog dazu mit der neuen DBAS SS12-Version
kann nur die neue Datenblattversion übertragen werden.
Mit der aktuellen DBAS SS12-Version sind folgende Datenblattversionen übermittelbar:
Datenblatt |
Datenblattversion |
Allgemeines Befundblatt der VU |
4.0 |
Dokumentationsblatt PAP-Abstrich |
3.0 |
Befundblatt Koloskopie |
4.0 |
Befundblatt QZ-Koloskopie
(entspricht der Version von Befundblatt Koloskopie) |
4.0 |
Dokumentationsbogen Therapie Aktiv DM2
|
v05 |
Wie bereits in Kapitel "
Prinzipielle Erklärungen und Ablauf für die Verwendung
des Dokumentationsblattannahme-Service erwähnt, besitzen die verschiedenen Datenblatttypen
Abhängigkeiten
(zu einer im Konsultationssystem erfassten Konsultation oder zu einer DMP-Einschreibung bzw. eine bedingte
Abhängigkeit wie im Falle der QZ-Koloskopie).
Nur wenn die bestimmte Abhängigkeit erfüllt ist, kann auch tatsächlich das entsprechende Datenblatt
übermittelt werden.
Mittels der Fachdatenabfragen "
Konsultationen abfragen" bzw. "
DMP-Daten abfragen"
besteht die Möglichkeit zu prüfen, ob die Abhängigkeit (Vorbedingung) für den bestimmten
Patienten und das Datenblatt erfüllt ist.
Fachdaten -
Konsultationen abfragen:
Die Funktion
searchKonsultationData() ermittelt in Abhängigkeit
des gewählten Datenblatttyps alle Konsultationen,
die für eine Zuordnung zu dem entsprechenden Datenblatt zur Verfügung stehen.
Hinweis: Es werden nur Konsultationen gefunden, die mit derselben TätigkeitsbereichID (beim Dialogaufbau
angegeben) erstellt wurden, die im aktuell verwendeten Dialog gesetzt wurde.
Beispiel: Datenblatttyp = "KOL" für Datenblatt Koloskopie. Es werden alle Konsultationen mit dem
Behandlungsfall "VK" ermittelt, die durch den ausführenden Vertragspartner
für den Patienten erstellt wurden.
Beispiel: Datenblatttyp = "PAP" für Datenblatt PAP-Abstrich. Es werden alle Konsultationen mit dem
Behandlungsfall "VP" bzw. bestimmte
Konsultationen mit dem Behandlungsfall "VG" ermittelt,
die durch den ausführenden Vertragspartner für den Patienten erstellt wurden.
Im letzten Fall werden nur Kosultationen gefunden, bei denen der eingetragene verrechnungszuständige
Krankenversicherungsträger den Behandlungsfall "VG" für das Datenblatt PAP-Abstrich als gültig angegeben hat.
Beispiel: Datenblatttyp = "QZK" für Datenblatt QZ-Koloskopie. Es werden alle Konsultationen mit dem
Behandlungsfall "VK" ermittelt,
die durch den ausführenden Vertragspartner für den Patienten erstellt wurden.
Wird keine passende Konsultation gefunden, so kann das Datenblatt QZK ohne Setzen des Parameters
forcedQZ
übermittelt werden. Wird eine Konsultation retourniert, muss der Vertragspartner
entscheiden, ob ein Datenblatt QZK oder ein Datenblatt KOL übermittelt werden soll. In Abhängigkeit
der getroffenen Entscheidung ist die eine oder die andere Übermittlungsfunktion zu verwenden.
Für Datenblätter mit KSE-Abhängigkeit gilt: Ein Datenblatt kann nur übermittelt
werden, wenn eine passende Konsultation gefunden wird.
Für Datenblätter mit bedingter KSE-Abhängigkeit gilt: Ein Blatt kann auch dann
übermittelt werden, wenn keine passende Konsultation gefunden wird.
Szenario
5
-
Konsultationen abfragen:
Fachdaten - DMP-Daten
abfragen:
Die Funktion
searchDmpData() ermittelt, ob es zwischen dem Vertragspartner und dem Patienten für das
bestimmte Disease Management Programm gültige
Betreuungsverhältnisse gibt bzw. gegeben hat. D.h. es werden alle Einschreibungen
(Betreuungsverhältnisse) zwischen dem Vertragspartner und dem Patienten zum ausgewählten
DM-Programm innerhalb der letzten drei Jahre berücksichtigt.
Es muss hierfür kein aktuell gültiges Betreuungsverhältnis vorliegen.
Wird ein Rückgabeobjekt geliefert, wurde der Patient durch den Vertragspartner zumindest einmal für
das entsprechende Disease Management Programm eingeschrieben und der
Vertragspartner kann das Datenblatt dafür übermitteln, sofern das Untersuchungsdatum im Zeitraum der
(gewählten) Betreuung liegt (siehe auch
Übermittlung von Datenblättern mit DMP-Abhängigkeit).
Hinweis:
Das zurückgelieferte Objekt enthält alle gefundenen Betreuungsverhältnisse, die innerhalb der
letzten drei Jahre gültig waren.
Jedes gefundene Bereuungsverhältnis wird als Betreuungsobjekt mit folgenden Daten im
dmpData-Objekt zurückgeliefert:
BvId |
eindeutige ID der Betreuung; muss im Datenblatt angegeben werden |
Ausschreibedatum |
Datum der Ausschreibung aus dem Programm; nur versorgt, wenn es sich um eine bereits beendete
Betreuung handelt |
Antragsdatum |
Datum des Betreuungsantrages (ist meistens gleich dem Datum der Einschreibung); Datum des
frühesten Untersuchungsdatums |
Fachgebiet-Code |
Fachgebiet der Betreuung |
SVT-Code |
Krankenversicherungsträger der Betreuung |
Wird kein Rückgabeobjekt geliefert, ist dem e-card System keine Einschreibung des Patienten zum
Vertragspartner und dem Programm bekannt bzw. liegt die Ausschreibung aus dem Programm länger als drei
Jahre in der Vergangenheit.
In diesem Fall kann das Datenblatt nicht übermittelt werden und wird eine entsprechende Exception geliefert.
Hinweis bezüglich DMP-Einschreibungen:
Die Entscheidung der DMP-Administration über Annahme oder Ablehnung der Einschreibung kann längere
Zeit in Anspruch nehmen, da vor der endgültigen
Aufnahme des Patienten in das DM-Programm ein Briefwechsel zwischen Patient und DMP-Administration
stattfindet, welcher mit der Unterschrift des
Patienten (Zustimmung zur Aufnahme) endet. Erst nach dieser Bestätigung erfolgt die Rückmeldung der
DMP-Administration an das e-card System über die Aufnahme (gemeldete Einschreibung). D.h. erst ab diesem
Zeitpunkt ist die Einschreibung im System bekannt. Die gemeldete Einschreibung enthält dabei
das Antragsdatum (von der DMP-Administration gemeldet). Das bedeutet, die Betreuung ist zwar unter
Umständen erst ab einem gewissen Zeitraum im System bekannt, das Datum des ersten
möglichen Untersuchungsdatums liegt jedoch unter Umständen davor.
Szenario
5
-
DMP-Daten abfragen:
Es gibt folgende Funktionen zur Übermittlung:
Mit diesen Funktionen hat der Vertragspartner die Möglichkeit, das befüllte Datenblatt an das
e-card System zu übermitteln. Dabei wird das Datenblatt auf Vollständigkeit geprüft,
verschlüsselt und an die jeweils zuständige Stelle weitergeleitet.
Konnte die Funktion erfolgreich durchgeführt werden, wird in Abhängigkeit des übermittelten
Datenblattes wie folgt reagiert:
- Datenblatt AMP (Allgemeines Programm/VU), DM2: Es wird in der Response das Objekt createDatenblattErgebnis
retourniert. Dieses
beinhaltet einerseits die Quittung, sowie die druckaufbereitung als MTOM Attachment.
- Datenblatt KOL, PAP: Es wird in der Response die Quittung retourniert.
Die retournierten Daten sind von der Vertragspartnersoftware entsprechend zu verwalten.
Hinweis zur Angabe des manuellen Geburtsdatums in den
Datenblättern:
Wird beim Abruf der jeweiligen Fachdaten kein Geburtsdatum des Patienten retourniert, ist
das Geburtsdatum manuell vom Vertragspartner zu erfassen; d.h. das Feld Geburtsdatum in den jeweiligen
Datenblättern ist ein bedingtes Feld, das angegeben werden
muss, wenn keines vom e-card System zurückgeliefert wird.
Ist kein Geburtsdatum im e-card System bekannt und wird auch keines manuell angegeben, wird eine entsprechende
Fehlermeldung ausgegeben.
Zur Vereinfachung ist es auch möglich, das Geburtsdatum im Request immer anzugeben (z.B. direkt aus der internen
Patientenverwaltung). Es ist jedoch darauf zu achten, dass im Falle einer Rückmeldung eines Geburtsdatums
in den Fachdaten das rückgemeldete und
das mittels Request im Datenblattobjekt versorgte
Geburtsdatum ident sein müssen. Ist dies nicht der Fall, wird eine entsprechende Fehlermeldung
zurückgegeben.
Datenblatt
mit KSE-Abhängigkeit übermitteln:
Um ein Datenblatt für eine Vorsorgeuntersuchung zu übermitteln, muss eine passende Konsultation dazu
existieren. Für die Abfrage der Konsultationen siehe
Fachdaten - Konsultationen abfragen.
Nur wenn eine Konsultation vorhanden ist, kann das entsprechende Datenblatt übermittelt werden.
Wird mehr als eine passende Konsultation gefunden, muss der Vertragspartner eine Konsultation auswählen, an
die das Datenblatt gebunden werden soll.
Die ID der ausgewählten Konsultation des Patienten ist im jeweiligen Datenblatt-Objekt anzugeben.
Wichtig:
Szenario
5
-
Übermittlung eines Datenblattes mit KSE-Abhängigkeit ohne Retournierung der
Druckaufbereitung:
Szenario
5
-
Übermittlung des AMP/VU Datenblattes (mit KSE-Abhängigkeit und Retournierung der
Druckaufbereitung):
Optional für den Vertragspartnersoftware-Hersteller:
Zusätzlich zu bereits bestehenden Abhängigkeiten der Attribute in den Datenblatt-Objekten
(Muss-Felder und bedingte Muss-Felder) sind einige
Attribute an die Parameter der ausgewählten Konsultation, der Patientendaten und der Ordinationsdaten des
Vertragspartners gekoppelt.
Es gelten folgende Abhängigkeiten:
- Alter des Patienten zum Zeitpunkt der Behandlung
- Behandlungsdatum aus Objekt konsultationInfo
- Geburtsdatum aus Objekt patientInfo
- Geschlecht des Patienten
- Geschlechtscode aus Objekt patientInfo
- Bundesland, in der die Ordination des Vertragspartners liegt
- Bundeslandcode aus Objekt ordination (siehe Dialogaufbau)
Diese Faktoren können bewirken, dass ein Eingabefeld
- befüllt werden muss (Muss-Feld),
- befüllt werden kann (Kann-Feld),
- nicht befüllt werden darf.
Die besonderen Bedingungen zur Befüllung eines Feldes sind in den jeweiligen Objekt-Definitionen zu finden.
Mit Hilfe dieser Bedingungen kann die Vertragspartnersoftware die benötigten Eingabeparameter für
die Eingabe durch den Vertragspartner aufbereiten.
Datenblatt mit bedingter KSE-Abhängigkeit übermitteln:
Zur Übermittlung eines Datenblattes mit bedingter KSE-Abhängigkeit ist keine passende Konsultation
notwendig. Existiert jedoch eine passende Konsultation, muss der Vertragspartner
entscheiden, ob er ein Datenblatt ohne oder mit Konsultationsbindung übermitteln will.
Aktuell fällt in die Kategorie der Datenblätter mit bedingter KSE-Abhängigkeit nur das
Datenblatt der QZ-Koloskopie.
Wird bei der Fachdatenabfrage oder direkt bei der Übermittlung eine mögliche Konsultation gefunden,
kann in weiterer
Folge zwischen den Funktionen zur Übermittlung des Datenblattes Koloskopie oder QZ-Koloskopie
gewählt werden.
Das Datenblatt Koloskopie und das Datenblatt QZ-Koloskopie sind von den fachlichen Parametern ident. Um einen
Umstieg zwischen den beiden Übermittlungsfunktionen einfach zu halten, arbeiten
beide Funktionen mit dem Objekt
datenblattKoloskopie.
Dabei ist zu beachten:
Der Parameter konsultationsId ist im Objekt datanblattKoloskopie
ein Muss-Feld und somit auch im Falle einer QZK zu versorgen. Da die QZK keine Konsultationsbindung besitzt,
wird dieser Wert bei der weiteren Verarbeitung ignoriert. Es wird empfohlen, in diesem Fall die
konsultationsId mit dem Wert "0" zu übermitteln.
Der Parameter Patientenzustimmung ist bei Erfassung einer VU-Koloskopie mittels
createDatenblattKoloskopie() ein Muss-Feld, darf jedoch bei Erfassung einer
QZ-Koloskopie mittels creatDatenblattQZKoloskopie() nicht angegeben werden. Wird der Parameter trotzdem
angegeben, wird die Fehlermeldung DbasInvalidParameterException.KOL_PATIENTENZUSTIMMUNG_FORBIDDEN retourniert.
Aufgetretene fachliche Fehler der QZ-Koloskopie sind (aufgrund der identen Prüfungen der fachlichen
Parameter) vom Typ "KOL", z.B. DbasInvalidParameterException.KOL_SEDIERUNG_ANALGESIE_REQUIRED.
Szenario
5
-
Übermittlung eines Datenblattes mit bedingter KSE-Abhängigkeit:
Datenblatt mit
DMP-Abhängigkeit übermitteln:
Um ein Datenblatt für eine DMP-Untersuchung zu übermitteln, muss der Patient beim Vertragspartner
für das entsprechende DMP eingeschrieben (gewesen) und diese
Einschreibung auch im e-card System bekannt sein.
Mittels der Funktion
searchDmpData() sind die möglichen Betreuungen für das Datenblatt
abzufragen.
Das Untersuchungsdatum im Datenblatt muss zwischen den Datumswerten "Antragsdatum" und "Ausschreibedatum" eines
der zurückgelieferten Betreuungen, sowie maximal drei Jahre in der Vergangenheit liegen.
Die
bvId (eindeutige ID der Betreuung), bei der das Untersuchungsdatum innerhalb des Betreuungszeitraumes
liegt, ist im Datenblatt anzugeben.
Es muss nicht zwingend zum Tag der Übermittlung eine aufrechte Einschreibung bestehen.
Wichtig:
Szenario
5
-
Übermittlung des DM2 Datenblattes (mit DMP-Abhängigkeit und mit Druckaufbereitung):
Optional für den Vertragspartnersoftware-Hersteller:
Zusätzlich zu bereits bestehenden Abhängigkeiten der Attribute in den Datenblatt-Objekten
(Muss-Felder und bedingte Muss-Felder) sind einige Attribute an die Parameter der Patientendaten gekoppelt.
Es gelten folgende Abhängigkeiten:
- Geschlecht des Patienten
- Geschlechtscode aus Objekt patientInfo
Diese Faktoren können bewirken, dass ein Eingabefeld
- befüllt werden muss (Muss-Feld),
- nicht befüllt werden darf.
Die besonderen Bedingungen sind in den jeweiligen Objekt-Definitionen zu finden.
Mit Hilfe dieser Bedingungen kann die Vertragspartnersoftware die benötigten Eingabeparameter für
die Eingabe durch den Vertragspartner aufbereiten.